Magersuchts-Blogs zunehmend im Visier der Bundesprüfstelle
Quelle: BMG
Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) ist erneut gegen eine sogenannte Pro-Ana Seite im Internet vorgegangen. Dies sind Foren, in denen sich meist Jugendliche zum Thema Essstörungen austauschen und vernetzen.
Krankheiten, wie z.B. Magersucht (Anorexia nervosa) werden auf solchen Seiten zu einer Lebensphilosophie stilisiert und als erstrebenswert propagiert. Fester Bestandteil dieser Foren sind meist äußerst drastische Parolen, wie "Dünn sein bedeutet Schönheit, und deshalb muss ich dünn sein und dünn bleiben, wenn ich geliebt werden will." Der Internetauftritt "pro-ana-pro-ich.chapso.de" wurde nun abgeschaltet. Seine Inhalte wurden gesperrt und die Seite mit einem Hinweis zu den Gefahren von Essstörungen und entsprechenden Hilfsangeboten versehen. Dies ist das zweite Mal innerhalb weniger Wochen, dass die BPjM gegen solche Pro-Ana Angebote vorgeht. Die Prüfstelle hatte jüngst den Internetblog "ana-hanna.blogspot.com" auf den Index jugendgefährdender Medien gesetzt. Daraufhin wurde die Seite offline geschaltet. In ihrer Entscheidung gab die BpjM an, der Blog sei geeignet "die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu gefährden".
Mehr Informationen zum Thema finden Sie in der Broschüre "Gegen Verherrlichung von Essstörungen im Internet", die Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bestellen und herunterladen können, auf der Seite www.bmg.bund.de und auf den Seiten der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien.



























